Paris – mon amour!

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Ein langes Wochenende in der STADT DER LIEBE, kann man mal machen. Vor allem, wenn man von Mannheim aus, mit dem ICE in nur 3 ½ h (direkt) in die französische Hauptstadt fahren kann. 1-2 Monate vor Fahrantritt kann man richtig gute Sparangebote bekommen und für alle, die ein B im SB-Ausweis haben, fährt die Begleitperson gratis mit.
Nach der Buchung sollte man direkt den Mobilitätsservice anmelden. Dort werden auch automatisch die Sitzplätze für einen reserviert (ohne Aufpreis). https://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/mobilitaetsservice.shtml

Noch einfacher ist es natürlich, wenn ihr eure Fahrt direkt im Reisezentrum bucht, dann übernehmen die Kollegen vor Ort die Anmeldung für den Mobilitätsservice und können direkt abklären, ob der Rollstuhlplatz noch frei ist. Pro Zug gibt es nämlich nur 1-2 Rollstuhlplätze.

Übernachtet haben wir im LES PLUMES HOTEL im 9. Arrondissement. Der Pariser Stadtkern ist in 20 Stadtbezirke untergliedert, den sog. Arrondissements (dt. Rundung).
Ein sehr guter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel, viele Sehenswürdigkeiten können von hier aus zu Fuß erreicht werden. Zudem gibt es rund um das Hotel auch einige nette Bars und Restaurants. Es gibt viele schnuckelige Hotels in Paris, deren Zimmer aber oftmals sehr klein sind. Auch wenn man ein rollstuhlgerechtes Zimmer bucht, unbedingt auch vorab die Maße abfragen, damit es vor Ort keine unangenehmen Überraschungen gibt. Mit einem Aufzug kamen wir in unser 12qm kleines Zimmer, im Bad gab es eine ebenerdige Dusche mit extra Duschsitz. Für uns hat es gerade so gereicht. Die Durchgänge hätten aber auch keine 2cm mehr kleiner sein dürfen.

Das beste Transportmittel in Paris für Rollstuhlfahrer ist sicherlich der Bus . Dank Rampe kann man hier einfach ein- und aussteigen. Die alten Metro Stationen verfügen selten über Aufzüge und noch dazu über welche, die auch funktionieren. Davon ausgenommen ist die Metrolinie 14, hier wurden alle Stationen mit Auzügen ausgestatten und es gibt keinen großen Abstand zwischen Zug und Bahnsteig.

 

Das Viertel MONTMARTRE um die SACRE COEUR mochte ich besonders gern. Die Basilika liegt an der Spitze des Hügels und bietet einen phantastischen Blick über die Stadt. Wir hatten im Oktober zwar nicht das allerbeste Wetter und die Schleierwolken haben uns die Sicht etwas verdeckt, trotzdem haben wir den Ausblick genossen.

Hinter der Sacre Coeur findet ihr den Platz du Tertre. Hier stellen zahlreiche Künstler ihre Werke aus. Man kann hier oben auch eine Karikatur oder ein Portrait von sich zeichnen lassen.

Neben den Treppen führt auch eine Schrägseilbahn in diesen hügeligen Stadtbezirk, auch Rollstuhlfahrer können hier problemlos mitfahren.

 

 

Auf dem Weg nach unten sind wir am  Cimetière de Montmartre, dem drittgrößten Friedhof in Paris, vorbei gekommen. Am Place de Clichy unweit vom Moulin Rouge kann man einen schönen Boxenstopp im LE PETIT POUCET einlegen. Auch bei schlechtem Wetter kann man hier unter Dach und mit Wärmestrahlern draußen sitzen und das Geschehen beobachten. Kann ich persönlich Stunden lang, dazu ein St. Germain Spritz und ich bin happy.

 

 

Gut frühstücken kann man bei BUVETTE. Die beste Croque Madame, die ich je essen durfte. Das Bistro ist recht klein, wir hatten einen netten Tisch direkt am Eingang, dort gab es auch genug Platz für Lutzi. http://paris.ilovebuvette.com/

Auf dieser Seite findet Ihr rollstuhlgerechte Restaurants, in denen man mehr Platz hat und Zugänge ebenerdig sind:
https://www.parisinfo.com/ou-manger-a-paris/infos/guides/restaurants-et-handicap/restaurants-adaptes/restaurants-adaptes-a-paris

 

Einen Ausflug zum LOUVRE kann ich euch nur ans Herz legen. Eines der schönsten Museen, in denen ich je war. Es befindet sich im Palais de Louvre, in dem einst französische Könige ihre Residenz hatten.
Rollstuhlfahrer dürfen vorbei an der Schlange und gelangen über einen Fahrstuhl am Seiteneingang in das Untergeschoss. Der Eintritt ist für Schwerbehinderte + Begleitperson gratis. Jugendliche bis zum vollendeten 25. Lebensjahr können den Louvre ebenfalls kostenlos besichtigen.

 

Von dort aus haben wir einen Spaziergang  über die PONTS DESARTS Richtung NOTRE DAME unternommen. Man nennt die Brücke auch “Liebesschlossbrücke”. Tausende Pärchen sind schon hierher gepilgert und haben sich mit einem Liebesschloss auf der Brücke verewigt.  Da die Brücke diese Last nicht ohne weiteres mehr tragen kann, ist das anbringen von Schlössern allerdings nicht mehr erlaubt. Am Quai de Montebello direkt an der Seine entlang kann man sie dennoch als Souvenirs kaufen.

 

Wir befinden uns hier im Viertel Saint-Germain-des-Près. In den kleinen, teilweise sehr schönen Nebenstraßen befinden sich zahlreiche interessante Geschäfte. Besonders schön sind die Rue Guisard, Rue des Canettes und Rue Princesse, in denen sich zahlreiche Bars und Restaurants aneinander reihen. Unser Lunch gab es im Relais de l’Entrecôte Saint-Germain. 

Anschließend haben wir ein Päuschen im Jardin du Luxembourg eingelegt.

 

 

Next Stop Eiffelturm – das Wahrzeichen der Stadt!
Personen mit Behinderung und deren Begleitperson bekommen einen vergünstigten Eintrittspreis. Mit einem der 9 Aufzüge kommt man bis auf die zweite Etage, die Dritte ist aus sicherheitsgründen nicht für Rollstuhlfahrer zugänglich. Den 324m hohen Eisenturm findet ihr im 7. Arrondissement am Ende der Champ de Mars. 20.000 Lampen bringen den Turm übrigens zu Beginn jeder Stunde (ab Dämmerung) für 5 Minuten wie einen Diamanten zum Glitzern.

 

 

Zum Abschluss haben wir uns noch eine Dinnerfahrt mit dem Bateaux Mouches auf der Seine gegönnt. Vom Essen hatte ich ehrlich gesagt, nicht viel erwartet. Wir waren positiv überrascht, es hat uns wirklich gut geschmeckt und mit Live-Musik im Hintergrund am Wasser entlang zu fahren bot einfach eine wunderschöne Atmosphäre. Man kann eigentlich kaum mehr Sehenwürdigkeiten in dieser kurzen Zeit sehen. Da alle Tische an den Fenstern platziert sind, hat man eine erstklassige Aussicht. Um auf das Boot zu kommen, gibt es eine Rampe. Eine große Toilette gibt es am Anlegesteg, an Bord selbst befinden sich die Toiletten im Untergeschoss.

 

 

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