Shalom Tel Aviv!

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Old Jaffa
Eins kann ich gleich vorweg nehmen: diese Stadt hat mein Herz im Sturm erobert. Wir wollten eine kleine Auszeit im Dezember nehmen und haben uns ein Reiseziel ausgesucht, das auch im Winter noch etwas wärmere Temperaturen verspricht. Mit knapp 440.000 Einwohnern ist Tel Aviv-Jaffa die zweitgrößte Stadt Israels und liegt direkt an der Mittelmeerküste. Nicht nur was das Wetter betrifft, wurden unsere Erwartungen echt übertroffen. Bis zu 25 Grad am Tag und Sonnenschein von morgens bis abends. Nachts hat es zwar auf 15 Grad abgekühlt, aber mit einer dünnen Jacke, Schal und einem Arak 😉 super auszuhalten. Wir hatten im Vorfeld einiges über die Stadt, die nie schläft, gelesen und gehört, aber TLV bietet definitiv mehr als nur Party und Highlife. Gerade kleine Schleckermäulchen, wie ich, kommen hier dank außergewöhnlicher Gastronomieszene voll auf ihre Kosten. Aber auch Kunstliebhaber und Shoppingverliebte wird es hier an nichts fehlen. Jedes Viertel hat für sich etwas Besonderes – in individuell eingerichteten Cafés und Restaurants wird man von herzlichen Menschen willkommen geheißen. Es ist leicht dort mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sie sind sehr hilfsbereit und sprechen fast alle Englisch. Und natürlich mit das Beste, was die „weiße Stadt” zu bieten hat, ist die lange Strandpromenade Tayelet – an der man unbedingt mal zum Sonnenuntergang gewesen sein muss.
Mit dem Flugzeug erreicht man Tel Aviv von Frankfurt in nur 4 Stunden. Wir hatten einen Direktflug mit Lufthansa, den wir zusammen mit unserem Hotel über Click&Mix gebucht hatten. Mittlerweile fliegen aber auch schon günstigere Airlines für ein Drittel des Preises an den internationalen Flughafen Ben Gurion, benannt nach dem ersten Premierminister Israles, der ca. 20km von Tel Avivs Zentrum entfernt ist. Die Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen ins Zentrum sollte nicht mehr als 150 Schekel kosten, das sind umgerechnet ca. 30-35€. Wir hatten knapp 5 Tage zur Verfügung um die Stadt zu erkunden, hätten uns aber auch gut & gerne länger dort aufhalten können.
Mit einem deutschen Pass ist kein Visum nötig, nur ein Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist. Es ist ratsam etwas mehr Zeit vor dem Abflug am Flughafen einzuplanen. Die Kontrollen vor der Einreise sind etwas intensiver und beanspruchen mehr Zeit. Bei der Ausreise aus Tel Aviv dauert es zwar genauso lange, aber es war auch die schlechteste Kontrolle meines Lebens bzw. es hat gar keine stattgefunden. Kein Mensch hat mich und Lutzi “durchgecheckt”. Die Werkzeugtasche unter meinem Rollstuhl bleibt sowieso in 8 von 10 Fällen ungesehen, aber samt Tasche und Jacke, die noch nicht mal aufs Band gelegt wurden, habe ich mich auf dem Rückweg am Flughafen doch etwas unwohl gefühlt. Unglaublich, wie wahnsinnig oft man bei der Einreise kontrolliert wird (wogegen ich echt nichts einzuwenden habe) und erstaunlich, wie nachlässig und schlecht die Kontrollen bei der Ausreise sind.
Wo ich mich keine Sekunde unwohl gefühlt habe, war in Tel Aviv selbst. Israel steht dauernd in den Schlagzeilen und der ein oder andere wird aufgrund der Sicherheitslage besorgt sein, eine Reise nach Tel Aviv anzutreten. Da Terroranschläge heutzutage leider allgegenwärtig sind, ist eine Reise in die “weiße Stadt” nicht gefährlicher als in andere Großstädte. Es ist einfach traurig, dass immer noch oder immer wieder Menschen ihr Leben lassen müssen, wegen irgendwelcher Machthabereien, einzelner Spinner, Fanatikern oder aus mir einfach unerklärlichen Gründen.
Jedenfalls haben wir uns in Tel Aviv so sicher gefühlt wie daheim. Die Stadt ist rund um die Uhr belebt. Man braucht wirklich keine Angst haben, nach Einbruch der Dunkelheit durch die Stadt zu laufen. Die Menschen, die hier zwischen Tradition und Moderne leben, sind zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgelassen unterwegs. Viele Nationalitäten und Religionen finden hier ein Zuhause, wir hatten wirklich bei ausnahmslos jedem das Gefühl, dass er sich gerne mit dir über “Gott und die Welt” unterhält.
Man braucht sich auch nicht wundern, wenn man Soldaten mit Maschinengewehren sieht, die Gewehre sind nicht geladen. Die Wehrpflicht in Israel gilt für Männer, wie für Frauen – außer sie sind schwanger, nicht jüdisch oder verheiratet.
Und wenn wir schon bei den Besonderheiten oder dem sind, was in Deutschland nicht üblich ist, muss ich noch den Sabbat oder auch Shabbat erwähnen. Das ist hebräisch und bedeutet übersetzt Ruhetag oder Ruhepause und ist im Judentum der siebte Wochentag, an dem keine Arbeit verrichtet werden soll. Er beginnt Freitag mit dem Sonnenuntergang und endet am Samstag, sobald die Dunkelheit wieder eintritt. Das ist nicht unwichtig zu wissen, weil während dieser Zeit keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren, die meisten Geschäfte und auch einige Restaurants geschlossen haben. Aber keine Sorge, man findet immer was zu Essen und kleine Hop-on/Hop-off Busse fahren auch.
Während unseres Aufenthaltes im Dezember fand auch noch Chanukka statt, ein achttägiges Lichterfest zu Ehren der Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem. Der ein oder andere hat vielleicht den 8- oder 9-armigen Leuchter vor Augen, an dem jeden Tag ein Licht mehr angezündet wird – ähnlich wie bei unserem Adventskranz. Aber nicht nur während Chanukkah leuchten in Tel Aviv, sobald die Sonne untergeht, ein Haufen Lichterketten und jede Menge andere schöne Lichter.

 

Unsere Unterkunft – Mendeli Street Hotel
Unsere Unterkunft war ein kleines Boutique Hotel mit 66 Zimmern im Zentrum von Tel-Aviv, nur 2 Gehminuten vom Strand entfernt. Die Zimmer waren sehr clean und modern – ein rollstuhlgerechtes Bad hatten wir auch. In der Dusche gab es einen in die Wand integrierten Sitz und neben der Toilette waren Haltegriffe angebracht. Die meisten rollstuhlgerechten Toiletten sahen in Tel Aviv im Übrigen so aus und wir waren überrascht, wie viele wir gefunden haben. Auf unseren Streifzügen durch die Stadt haben wir die ein oder andere Toilette auch in anderen Hotels aufgesucht. Natürlich haben wir im Vorfeld immer an der Rezeption gefragt, war nie ein Problem.
Im Erdgeschoss des Mendeli Street Hotels befindet sich das Mashya Restaurant, dort gibt es zufällig auch noch das beste Frühstück in ganz Israel. Neben sensationellen Eiern, gibt es hier morgens auch super leckeres Gemüse & Salat. Frischer geht es glaube ich kaum. Besonders angetan hat es mir aber Shakshuka – ein israelisches Nationalgericht, dessen Ursprung aus Nordafrika stammt. Man isst es hier nicht nur zum Frühstück, sondern auch als Mittag- oder Abendessen. Shakshuka ist ein Familiengericht, Kateressen und Liebeserklärung in einem. Der Klassiker besteht aus pochierten Eiern mit Tomaten, Zwiebeln, Paprika und jeder Menge Kräutern direkt aus dem Pfännchen. Bei uns im Hotel wurde auch White Shakshuka serviert – diese Variante ist dann mit Bechamelsauce, Trüffel & Spinat – der absolute Wahnsinn aus dem Ofen!

 

 

 

Bograshov Street (Food-Experience)
Die belebte Straße mit vielen Cafés, Restaurants und trendigen Shops erreicht man in nur einer Minute von unserem Hotel. Wer Appetit hat, ist hier goldrichtig! Guten Hummus bekommt ihr bei Mashawsha, Quesadillas & Co gibt es bei Mexicana (preiswert, gut und mit Rolli-WC), Sushi bei Kanki Sushi Wine Bar, Chooka oder Moon und Falafel bei Falafel Gabai. Wir konnten leider gar nicht alles probieren, was uns in dieser Straße so angelacht hat.

 

Tayelet Promenade & Tel Aviv Strände
Mein erster Weg im Urlaub geht immer direkt ans Meer. Das höchste der Gefühle für mich ist es immer noch eine frische Meeresbrise einzuatmen und die Füße in den Sand zu stecken. Wenn mir dann noch die Sonne auf den Latz scheint, tanzen meine Gefühle Lambada. Da wir im israelischen Winter in Tel Aviv waren und 20 Grad schon relativ `kalt` für die Israelis sind, tummeln sich auch verhältnismäßig wenige Menschen am Strand rum. Zu unserer Freude hatten wir immer wieder kleine Abschnitte für uns alleine, konnten am Eiskaffee schlürfen, ein Buch lesen und dem Meeresrauschen lauschen – herrlich!
Mein Buchtipp: Das Mädchen aus Brooklyn von Guillaume Musso – hat mich total in den Bann gezogen! Leichte aber doch spannenden Unterhaltung – perfekt als Urlaubslektüre 🙂
Die fast 5km lange Tayelet Promenade erstreckt sich von Norden bis ganz in den Süden nach Jaffa. Wir sind sie mehrmals entlang gelaufen, den Blick stets Richtung Horizont gerichtet. Ein paar Betonklötze, in denen sich namenhafte Hotels niedergelassen haben, liegen direkt auf der anderen Straßenseite, bieten aber nicht gerade den schönsten Anblick. Ist aber nicht so tragisch, die Promenade begeistert dennoch Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Hundebesitzer gleichermaßen. Entlang der Promenade gibt es auch einige Cafés und Restaurants direkt auf dem Strand, die für das leibliche Wohl sorgen. Es führt neben Treppen immer auch ein gepflasterter Weg hinunter. An den meisten gibt es auch rollstuhlgerechte Toiletten. Die einzelnen Strandabschnitte sind dann auch mit einem Rolli-Symbol gekennzeichnet.
Auf den ersten Blick sehen die Strände gleich aus, auf den zweiten kann man einen gewissen Charakter feststellen – bestimmte Abschnitte bedienen ein gewisses Klientel, selbstverständlich kann aber jeder den Abschnitt besuchen, den er möchte.
Die Strände von Süd nach Nord: 
Alma Beach – kleiner entspannter Abschnitt südlich des Charles Clore Park, an dem sich arabische Großfamilien treffen sollen. Ein Teil davon auch extra für oder mit Hunden. Am südlichsten Zipfel waren auch noch im Dezember jede Menge Surfer im Wasser, immer auf der Lauer nach der einen Welle…
Banana Beach – direkt nach der Ruine des Dolphinariums bekannt als Partystrand für junge Leute (während wir da waren allerdings gerade “Under construction”)
Bugrashov Beach – der Stadtstrand mit den roten Schirmchen. Zudem gibt es Holzpavillons direkt am Strand, die man sehr gut mit Rollstuhl erreichen kann.
Gordon & Frishman Beach – die beiden Abschnitte liegen ungefähr auf der Höhe unseres Hotels, d.h. wir konnten sie in 2 Min erreichen. Sie gehen quasi ineinander über und sind bei Einheimischen wie Touristen sehr beliebt. Strandliegen und Sonnenschirme können hier ausgeliehen werden. In den Strandrestaurants Calypso und LaLa Land wird man kulinarisch versorgt.
Calypso
LaLa Land
Marina Beach
Marina Beach – ist sehr beliebt bei den Wassersportlern, die hier neben dem Meer auch im Süßwasserpool ihre Bahnen ziehen können.
Hilton Beach – unterhalb des Hilton Hotels ist der Gay Beach, aber auch Surfer und Hundebesitzer finden hier ihren Platz. Wir waren oft direkt vor der eher schäbigen Top Sea Bar. Glaube hier ist nur im Winter so wenig los – für uns war es perfekt.
TopSea Beach
Nordau Beach – dieser Strandabschnitt ist von einer Holzmauer umgeben. Er ist den orthodoxen Juden vorbehalten, den Männer und Frauen im Wechsel besuchen, aber nicht gemeinsam.
Mezizim Beach – definitiv was für junge Leute, hier wurde auch gerne mal etwas lauter Musik gespielt.

 

Carmel-Markt
 
Willkommen auf dem größten und wichtigsten Markt Tel-Avivs. Wer etwas orientalischen Flair genießen möchte, ist auf dem Shuk HaKarmel genau richtig. Ein Sammelsurium aus Klamotten, Souvenirs, Obst-, Gemüse- und Süßwaren, aber auch Fleisch, Fisch, Gewürze & co. gibt es hier in Hülle & Fülle. Es herrscht eine ziemlich entspannte Atmosphäre, kein Vergleich zu einem Souk in Marokko. Wenn man da nämlich nicht schnell genug wegrennt, stecken sie dir den Schmuck direkt in die Ohrlöcher. Auf dem Carmel Markt kann man gemütlich entlang schlendern und stöbern ohne penetriert zu werden.
Der Markt ist jeden Tag geöffnet, außer Samstag.
Vor Ort findet man auch einige Möglichkeiten die frischen Produkte des Marktes direkt zu verzehren – wir haben uns für das M25 (Meat Market – mit regionalem frischem Fleisch der örtlichen Metzger) entschieden und sensationell gutes Essen bekommen.
Es gibt keine Karte, man wählt ein Stück Fleisch aus der Theke aus, der Preis richtet sich nach dem Gewicht/Stück. Man wählt eine Garstufe und als Beilage gibt es Grillkartoffeln, Zwiebeln, super leckeren Tomatensalat mit Zitronenpaste und eine Art Pita Brot. Es ist nicht günstig dort, aber wir möchten auch nur bewusst Fleisch essen, dessen Herkunft bekannt ist und das darf auch unbedingt seinen Preis haben. Ich bin leider kein Vorbild in Sachen Ernährung und will es zu gar keinem großen Thema hier machen. Dennoch ist uns eine Ernährung mit gesunden, regionalen und saisonalen Produkten, die nachhaltig produziert werden und ein möglichst geringer Fleischkonsum wichtig. Abgepacktes Fleisch aus dem Supermarkt und ähnliches aus Massen- oder Käfighaltung kommt für uns nicht in Frage, gänzlich auf Tierprodukte verzichten kann ich nicht 🙁

 

Jaffa
Tel Aviv hat ja einige zauberhafte und entzückende Ecken – die Altstadt Jaffa ganz im Süden mit ihren malerischen Gassen hat einen ganz besonderen Flair. Dazwischen liegen einige historische Gebäude, einer der ältesten Häfen der Welt, süße Geschäfte, der Straßenflohmarkt voller Antiquitäten und jede Menge urbane Straßencafés & Bars.
Café Faruk BaShuk
Straßenflohmarkt
Straßenflohmarkt
Das Wahrzeichen mitten im Zentrum ist der dreistöckige Clock Tower. Um das osmanische Bauwerk herum verkaufen die Händler vor allen Dingen Souvenirs für Touristen, doch keine zwei Gehminuten entfernt findet ihr rund um die Rehov Yefet den legendären Straßenflohmarkt. Wenn man die Straßen aufwärts weiter geht, kommt auf den Kikar Kedumim. Der zentrale Platz bietet einen hervorragenden Blick auf die Küstenlinie. Man kann ihn gar nicht verfehlen, da man aus allen Himmelsrichtungen den Turm der Saint Peter Church herausragen sieht.
Kikar Kedumim
Saint Peter Church
Unterhalb des Platzes liegt der kleine Fischerhafen Namal Yafo. Hier herrscht eine erfrischende Leichtigkeit und bei einem Spaziergang entlang der Promenade kommt man an ein paar wenigen Restaurants, Fischer-, Segel- und Katamaranschulen und dem Leuchtturm vorbei. Autos sind hier nicht erlaubt.

Fischerhafen Namal Yafo
Leuchtturm

 

Shaffa Bar
Unser Abendessen gab es in der sehr hippen und lebendigen Shaffabar. Es gab Pilzsuppe, libanesischen Käse und allerhand kleine Snacks auf einer gemischten Platte. Die Bedienungen sind sehr freundlich und hier bekommt man, wie in vielen Bars, nach dem Essen auch einen Arak spendiert. Der ungesüßte Anisschnaps hat sich bei den jungen Leuten in Israel zum Modegetränk gemausert – wird als “Kurzer” serviert, ist aber auch immer häufiger Bestandteil in Cocktails.

 

Yarkon River & Park Hayarkon
Wer mal eine Oase zum Entspannen sucht, der muss ganz hoch in den Norden. Die Parkanlage führt direkt am Fluss entlang und eignet sich hervorragend zum Spazieren gehen oder Sport treiben. Familien picknicken, während Hunde hier ausgelassen mit ihresgleichen spielen. Fahrräder, Ruder- und Motorboote können ausgeliehen bzw. gemietet werden.
Fu-Sushi 
Wer auf frischen Fisch und ausgefallene Kreationen steht, ist hier richtig. Es empfiehlt sich zu reservieren. Die Bar findet Ihr unweit vom Yarkon Park oben im Norden, Mitten im alten Tel Aviv.

 

Stadtteil Neve Tzedek & Florentin
Das sind zwei hippe Stadtviertel im Südwesten des Zentrums. Neben modernen Hochhäusern gibt es hier auch noch einige ein- und zweistöckige Häuser. In dieser Gegend kann mal viel Graffiti & Streetart entdecken. Einige Künstler haben sich hier schon verewigt – nicht immer sind die Kunstwerke leicht zu finden. Wer sich dafür besonders interessiert, bucht am besten eine Urban Culture & Graffiti-Stadttour.
Man findet außerdem kleine Läden und Galerien, nette Boutiquen und dazwischen schicke neue Wohnkomplexe. 

 

 

 

Rothschild Boulevard
Eine der bekanntesten Straßen Tel Avivs führt vom Trendviertel Neve Tzedek vorbei am Nationaltheater „HaBimah“ und ist bekannt für seine weißen Häuser im Bauhaus-Stil. Der Boulevard lädt tagsüber zum Flanieren entlang des Grünstreifens ein, abends werden hier die roten Teppiche ausgerollt und aus allen Ecken dröhnt Musik auf die Straßen.
Die “weiße Stadt”, bestehend aus mehr als 3500 kubistischen Gebäuden, wurde von jüdischen Architekten gebaut. Die in den 1930er-Jahren entstandenen Häuser gelten als Meisterwerke und Vorreiter der heutigen modernen Architektur. Auf dem Rothschild-Boulevard, in der Bialik-Straße und auf der Flaniermeile Sheinkin verteilen sich die hellen modernen Häuser.

 

Moses Burger/America Burgers
Wer Lust auf einen Burger hat, kann bei den beiden nichts falsch machen. Ihr findet die Burgerläden direkt auf dem Rothschild Boulevard, bzw. America Burgers in einer Seitenstraße davon.

 

Nachtleben
Die jungen Israelis gehen gerne aus! Die Auswahl von Bars und Clubs ist echt unendlich, wobei oft Standorte und Besitzer wechseln. Es empfiehlt sich also kurz vor Reiseantritt, nochmal im Internet zu stöbern oder Menschen, die dir auf deiner Reise begegnen nach den aktuellen Tipps zu fragen. Wobei man egal wo man durch die Straßen schlendert immer wieder nette Bars & Kneipen findet. Einige auch nur mit hebräischen Schriftzeichen, weshalb wir zum Teil leider nicht mal den Namen weitergeben können. Ein paar besondere Abende und Bars, die ich nicht vorenthalten möchte und besonders empfehlen kann: Bellboy Bar, Shpagat, Poli House Rooftop Bar & die Shaffa Bar in Jaffa (s.o.).

 

Wir hatten eine ganz tolle Zeit in Tel Aviv – wir sind durch alle Viertel der Stadt geschlendert, durften nette Menschen kennenlernen, haben am Strand entspannt, unheimlich gut gegessen und jeden einzelnen Sonnenstrahl genossen. Wir haben uns ab der ersten Minute pudelwohl gefühlt in der quirligen, kleinen Großstadt, in der man trotzdem noch alles zu Fuß erkunden kann. Es herrscht ein Flair, den man einfach mal selbst erlebt haben muss.
Die Einwohner Tel Avivs sprühen vor Lebensfreude und scheinen in Frieden miteinander zu leben, ganz gleich welcher Nationalität, Sprache oder Glaubensrichtung. Es war nicht mein letztes Mal! Ich komme auf jeden Fall wieder und möchte dann auch Jerusalem und andere Ecken Israels genauer unter die Lupe nehmen.
Bye Bye for now

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[…] Wheelie Wanderlust: Kim möchte Tel Aviv in den Topf der Reisetipps für 2018 werfen. Die Stadt, wo es auch im Winter noch warm ist, hat ihr Herz im Sturm erobert. Israel steht dauernd in den Schlagzeilen und der ein oder andere wird aufgrund der Sicherheitslage besorgt sein, eine Reise nach Tel Aviv anzutreten. Sie hat sich jedoch in Tel Aviv nie umwohl oder unsicher gefühlt. Gerade kleine Schleckermäulchen kommen hier dank außergewöhnlicher Gastronomieszene voll auf ihre Kosten. Aber auch Kunstliebhaber und Shoppingverliebte wird es hier an nichts fehlen. Jedes Viertel hat für sich etwas Besonderes. […]

Sven
Gast
Sven

Du hast mir richtig Lust auf Tel Aviv gemacht, bis dato hatte ich diese Stadt wirklich nicht auf dem Schirm… Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

Janna
Gast

Wow! Ich bin ja zugegeben aufgrund der aktuellen Lage ja etwas skeptisch gewesen, aber ich bin vom Gegenteil überzeugt worden! Tel Aviv sieht wirklich super einladend aus – und ich hab jetzt total Hunger bekommen! 😀 Toller Beitrag!