Safari mit Rollstuhl in Südafrika

Safari mit Rollstuhl

Um auf unserer ersten Reise nach Südafrika den bestmöglichen Einblick dieses wunderschönen Landes zu bekommen, haben wir einen Roadtrip entlang der Südspitze des Kontinents unternommen. Gestartet haben wir in Kapstadt, gefolgt von einer Wein(aus)zeit in Stellenbosch, um anschließend die Garden Route entlang zu fahren. Nach einem Inlandsflug folgte ein Boxenstopp in Johannesburg und als krönender Abschluss die Panorama Route. Der letzte Stop und Ausgangspunkt für unsere Safari mit Rollstuhl war Hoedspruit. Eine Stadt in der Provinz Limpopo, in der Nähe des Krüger Nationalparks (KNP). Hoedspruit könnte man auch die Safari-Hauptstadt von Südafrika nennen, umgeben von jeder Menge „Game Reserve“ (= private Schutzgebiete, in denen Wildtiere leben).

Hoedspruit – unsere Unterkunft

Die Unembeza Boutique & Spa Lodge liegt inmitten des Hoedspruit Wildlife Estate – das heißt jede Menge wunderschöne Tiere in freier Natur. Warzenschweine, Giraffen, Zebras, Impalas, Gnus und Affen haben täglich unseren Weg gekreuzt – es war wirklich magisch.

Definitiv eine der schönsten Unterkünfte, in denen wir jemals übernachtet haben. Wir haben ein Doppelzimmer in der VillaMbali gebucht. Das Haus ist ziemlich barrierefrei, nur in die bodengleiche Dusche mussten wir einen kleinen Absatz überwinden. Eine Außendusche gibt es außerdem zu jedem Zimmer und einen gemeinsamen Pool. Die schöne Einrichtung und das sehr zuvorkommende Personal tun ihr Übriges für einen unvergesslichen Aufenthalt.

Unsere Safari im Krüger National Park

Wer auf eine Safari, in Afrika “Game Drive” genannt, möchte, muss sich zunächst zwischen Game Reserve oder Nationalpark entscheiden. Ein Game Reserve ist ein privates Wildtierschutzgebiet mit begrenzten Besucherzahlen, einer relativ hohen Tierdichte, das ausschließlich mit geführten Touren gebucht werden kann. NPs hingegen haben eine viel größere Fläche, teilweise sogar geteerte Wege. Sodass man auch als Selbstfahrer entlang der Straßen in seinem eigenen Tempo auf Tiersuche gehen kann. Wir haben für unseren ersten Besuch zwei geführte Game Drives direkt bei unserer Unterkunft gebucht. Einmal im KNP und außerdem in einem Game Reserve.

Durch die Begleitung eines Rangers, der via Funk mit seinen Kollegen verbunden ist, haben wir uns versprochen eher zu erfahren wo sich Tiere aufhalten und konnten durch seine Expertise auch jede Menge über die Tiere und deren Gewohnheiten lernen. Außerdem hatte ich den großen Wunsch einmal in einem erhöhten offenen Jeep zu sitzen, staubbedeckt durch die Prärie brettern und dabei nach den “Big Five” Ausschau halten. Dazu gehören: Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel und Nashörner.

Dabei darf man eine Fahrt durch die Savanne keinesfalls mit einem Zoobesuch verwechseln und muss nicht traurig sein, wenn man sie nicht alle sieht. Dank der wunderschönen Landschaftskulisse und der fast 150 Säugetierarten, über 500 Vogelarten und zahlreichen Reptilien und Amphibien wird eine Tour so oder so zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die meist gesehenen Tiere auf unserer Fahrt waren: Impalas, Kudus, Streifengnus, Zebras, Affen, Giraffen, Löwen und Elefanten.

Wir haben vor den jeweiligen Game Drives mit den Fahrern abgesprochen, dass ich neben ihnen auf dem Beifahrersitz Platz nehmen darf. Dort ist der Einstieg nicht so hoch und dementsprechend leichter. Lutzi hatten wir jeweils im Kofferraum bzw. unter den Sitzen verstaut. Wobei ich extra wenig getrunken habe und deshalb unterwegs nie ausgestiegen bin. Lorenz hat es mit seiner Superkraft sogar geschafft mich hinten auf die erhöhten Sitze zu bugsieren, wo man natürlich eine noch bessere Aussicht hatte. Dass diese Methode nicht für jeden denkbar, praktikabel oder wünschenswert ist, kann ich mir gut vorstellen. Darum habe ich noch ein paar Tipps für diejenigen aufgeschrieben, die lieber im eigenen Rollstuhl (oder Fahrzeug) sitzen bleiben möchten.


Tipp 1 für eine Safari mit Rollstuhl

Es gibt mittlerweile viele vers. Touranbieter und auch der KNP selbst, die behindertengerechte Fahrzeuge haben auf die man via Plattformlift, ohne Aussteigen aus dem Rollstuhl, hinten auf ein Safari-Fahrzeug geladen wird. Das ist natürlich die bequemere Variante und eine Möglichkeit, die eine Safari für noch mehr Menschen möglich macht.

Tipp 2 für eine Safari mit Rollstuhl

Auf der Homepage der Sanparks.org (South African Nationalparks – wozu u.a. der Krüger oder der Addo Elephant Nationalpark zählen) gibt es reichlich Tipps für Menschen mit Behinderung. Hier findet man neben barrierefreien Unterkünften und Rest Camps, Touranbieter die auf “Accessible Adventure Tours” spezialisiert sind.

Tipp 3 für eine Safari mit Rollstuhl

Die liebe Ulrike schreibt auf zypresseunterwegs.de u.a. von ihren zahlreichen Abenteuern in Südafrika. Sie hat nicht nur jede Menge hilfreiche Tipps zu Safaris, sondern kann euch auch von selbst gefahrenen Touren berichten.

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