Willkommen auf der Vulkaninsel Nisyros!

Vulkaninsel

Die Insel Kos ist der perfekte Ausgangspunkt für Tagesausflüge auf benachbarte Inseln. Wir haben uns für das zauberhafte Nisyros entschieden, eine griechische Insel in der Ägäis und ebenfalls Teil der Inselgruppe der Dodekanes.

Die Fähren ab Kos starten täglich am Hafen von Kardamena um 09:30 Uhr. Der Zugang der Fähre ist ebenerdig und auch mit Rollstuhl kein Problem. Ans Sonnendeck kommt man jedoch nur über Treppen. Wenn man auf Kos bereits ein Quad oder Roller gemietet hat, kann man das Gefährt sogar gegen Gebühr mit auf die Fähre nehmen. Für Erwachsene kostet die ca. 50 minütige Überfahrt 16€ (hin und zurück). Wir haben unseren Mietwagen am Hafen geparkt und uns stattdessen auf der Fähre für zusätzliche 5€ ein Busticket aufschwatzen lassen, um damit auf Nisyros das ca. 12 km entfernte Bergdorf Nikia und den Stefanos Vulkankrater zu erreichen.

Nisyros

Die Reisebusse waren natürlich überhaupt nicht barrierefrei, obwohl man uns das auf der Fähre noch versprochen hat. Zwar hat Lutzi ohne Probleme ins Kofferfach gepasst, zu den Sitzplätzen musste mich Lorenz allerdings huckepack die 4 Stufen hochtragen. In unserem Fall hat das alles auch so semi gut geklappt, beim nächsten Mal würde ich mir allerdings lieber ein Auto oder Buggy mieten, die bei der Ankunft am Hafen schon zur Miete (ca. 35€) bereit stehen.

1.  Stopp Bergdorf Nikia

Auf dem Kraterrand thront das weiße Dorf Nikia. Von hier aus bietet sich ein spektakulärer Blick auf den “dampfenden” Vulkankrater und das ewig blaue Meer. Es gibt ein kleines Café, welches sich direkt am schönen kleinen Dorfplatz befindet. Allerdings ist der Platz und der größte Teil des Bergdorfes aufgrund der vielen Stufen äußerst schwierig zu erkunden und für Rollstuhlfahrer nur bedingt geeignet. Das vulkanische Museum in Nikia soll eines der besten geologischen Museen Griechenlands sein, das in allen Facetten zeigt wie Vulkane entstehen und wo man überall welche finden kann.

Nikia

Sowohl zum Museum als auch zu den öffentlichen Toiletten des Dorfes gelangt man nur über einige Treppen. Wer nach der Schiffsfahrt einmal austreten muss, geht am besten in dem Café direkt am Hafen, dort ist zumindest alles ebenerdig. Eine komplett rollstuhlgerechte Version haben wir auf Nisyros leider nicht entdecken können.

2.  Stopp Stefanos Vulkankrater

Auf diesen Moment habe ich mich besonders gefreut, in einem aktiven Vulkankrater steht man schließlich nicht alle Tage. Zusammen mit Methana, Milos und Santorin zählt der felsige Riese zu den aktiven Vulkanen Griechenlands.

Um alles aus der Nähe betrachten zu dürfen, wird ein Eintritt von 3€ verlangt. Als Rollstuhlfahrerin mit Begleitperson durften wir kostenlos den Eingang passieren. Mit einem Rollstuhl kommt man auf dem überschaubaren Gelände mit angrenzendem Kiosk ziemlich gut zurecht. Der Boden ist zwar nicht asphaltiert, aber relativ fest mit nur wenig Sand oder Steinchen. Nur in die Krater Mitte, ganz nah an die nach Schwefel riechenden Löcher kommt man über einen recht felsigen und holprigen Weg, den Lorenz alleine entlang gestolpert ist.

Vulkankrater

Die Aussicht von oben reicht aber auch völlig, es fasziniert mich. Auch wenn man keine rot-schwarze Lavamasse zu Gesicht bekommt, an die ich bei einem Vulkan unweigerlich denken muss. Man kommt sich irgendwie vor wie auf einem anderen Planeten.

3.  Stopp Hafendorf Mandraki

Nach unserer kleinen Busrundfahrt ging es wieder Richtung Hafen, von wo wir auf eigene Faust die Hauptstadt der Insel, Mandraki, erkunden konnten. Das hat mir von unserem Ausflug auf die wirklich wunderschöne Insel einfach am besten gefallen, weil man unabhängig von den anderen war. Mit Reisegruppen durchgetaktet von A nach B zu gurken und ständig auf die Uhr zuschauen, ist einfach nicht meins.

griechische Insel in der Ägäis
Mandraki

Genau wie oben in Nikia findet man in Mandraki wunderschöne idyllische Gassen, entzückende Häuserfassaden und blaue Fensterläden. Die Straßen sind asphaltiert, die wenigen Treppen lassen sich gut umfahren. Ewig hätten wir durch die verwinkelten Gassen schlendern, kleine Miezekatzen beobachten und dem Meeresrauschen lauschen können. Im Gegensatz zu den meisten touristisch erschlossenen Inseln des Ägäischen Meers kann man auf Nisyros vor allem in den Vor- und Nachsaison am ursprünglichen griechischen Leben teilhaben. Mitte Oktober hat sich das gut verlaufen, es waren mehr Griechen als Touristen im Dorf.

Hafenstadt
Straßen

Im Tante Emma Laden Obst einkaufen, auf dem Marktplatz griechischen Kaffee in der Sonne trinken und durch die kleinen Läden mit selbstgemachten Accessoires schlendern, war der perfekte Abschluss für den unvergesslichen Ausflug auf die bezaubernde kleine Insel Nisyros ♥

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